Auslandsschaden

Hilfestellung bei Unfällen im Ausland oder mit ausländischen Fahrzeugen

Unfälle im Ausland sind immer ärgerlich. Bei Unfällen im Urlaubsland sind Besonderheiten zu beachten: Grundsätzlich sollte bei einem Unfall in osteuropäischen EU-Staaten immer die Polizei eingeschaltet werden, sonst kann es bei der Ausreise zu Problemen kommen. Ist das Fahrzeug bei dem Unfall beschädigt, können Touristen die Länder ohne eine polizeiliche Bescheinigung über die Unfallbeteiligung nicht verlassen. Bei Unfällen in Italien, den Niederlanden und Spanien nimmt die Polizei grundsätzlich nur auf, wenn Personenschäden vorhanden sind. Hinweis, immer auf eine Kopie der aufgenommen Polizeidokumentation achten/bestehen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass auch der Name und die Anschrift des Halters, falls abweichend auch des Fahrers, das amtliches Kennzeichen, der Name der Versicherung sowie die Versicherungsnummer und Kontaktdaten von Zeugen notiert werden. Hilfreich bei der Aufnahme der Unfalldaten ist der Europäischen Unfallbericht.

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Zur genaueren Dokumentation sollten in jedem Fall, eigene Fotos von der Unfallstelle und den beteiligten Fahrzeugen gemacht werden, um den Unfallhergang im Nachhinein noch nachvollziehen zu können.
Bei einem Totalschaden müssen sich ausländische Autobesitzer jedoch mit den zuständigen Zollbehörden in Verbindung setzen, da unter Umständen Zollgebühren anfallen. Ausnahme ist Spanien. Dort muss der Besitzer allerdings keine Zollgebühren bezahlen, wenn er das beschädigte Auto ohne Gebühr dem spanischen Staat überlässt.
Es ist ratsam, sowohl den bereits erwähnten Europäischen Unfallbericht als auch die sogenannte „Grüne Versicherungskarte“ bei Auslandsreisen immer im Handschuhfach zu deponieren. Die Karte ist innerhalb der EU zwar nicht mehr Pflicht, erleichtert jedoch die Schadensregulierung um ein vielfaches. Die Grüne Karte ist außerhalb der EU nach wie vor vorgeschrieben, beispielsweise bei Reisen nach Mazedonien, Moldawien Albanien, Bosnien-Herzegowina, in die Türkei oder die Ukraine. Weiterhin ist die „Grüne Versicherungskarte“ auch in den außereuropäischen Mittelmeerländern, Tunesien, Marokko und Israel als eine Mitnahmepflicht vorgeschrieben.

Der Europäische Unfallbericht ist in jedem Land nahezu einheitlich und so kann jeder Unfallbeteiligte das Formular im Notfall in seiner Landessprache ausfüllen. Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht lesen bzw. nicht verstehen, achten Sie aber darauf, dass der Unfallgegner unterschreibt. Dokumentieren Sie gegebenenfalls auf dem Dokument, dass man der jeweiligen Landessprache nicht mächtig ist. Bei einem Unfall mit einem Mietwagen, muss sofort die Verleihfirma informiert werden. Niemals auf eigene Faust handeln und Reparaturen oder „Abschleppen“ in Auftrag geben. Es kann durchaus passieren, dass man für die entstehenden Kosten sonst selbst aufkommen muss.

Grundsätzlich ist es sehr wichtig bei der Schadensregulierung nicht den Kopf zu verlieren und nicht eigenmächtig zu handeln, sondern in Ruhe von zu Hause aus unter zur Hilfenahme der eigenen Versicherung, eines Rechtsanwaltes seines Vertrauens oder eines unabhängigen Kfz-Sachverständigen.

Hilfreich ist auch der Zentralruf der Autoversicherer. Bei dieser Hotline (0180-25026) erfährt man, wer zuständig ist oder kann bei der Kontaktaufnahme behilflich sein.Generell sollte bei einem Auslandunfall auf jeden Fall ein Anwalt eingeschaltet werden.